Gefällige Unordnung oder didaktische Innovation?
Schriften des KHM Größe: 24 × 28 cm Hardcover, 180 Seiten118 Abbildungen in Farbe und Schwarz-Weiß
Autorin: Alice Hoppe-Harnoncourt
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-68924-325-8
Die kaiserliche Gemäldegalerie unter Heinrich Füger im Spannungsfeld von Klassizismus und Frühromantik
Die Wiener Gemäldegalerie ist als innovative Gründung der Aufklärung bekannt. Doch wie veränderte sich die Präsentation der Gemälde unter Heinrich Füger (1806–1818)? Während seine Hängung der Gemälde oft als willkürliche Unordnung missverstanden wurde, legt Alice Hoppe-Harnoncourt erstmals die didaktische Innovation des Konzeptes frei. Erst durch die Berücksichtigung von Fügers Rolle als akademischer Lehrer und seiner künst-lerischen Verortung zwischen Klassizismus und Frühromantik erschließt sich die Neueinrichtung. Füger brach das statische System der 1780er Jahre auf, um Raum für zeitgenössische Kunst und eine neue Einteilung „alter Schulen“ zu schaffen. Diese Neuordnung wird als visuelle Repräsentation des zeitgenössischen Diskurses im Übergang zur institutionellen Aus-formung des Museums im 19. Jahrhundert gedeutet.
Artikel Nr.: 100000000039400-3681-0








